Bilder statt Worte

Eigentlich wollte ich im letzten Jahr jede Woche was schreiben. Das ist mir nicht gelungen, obwohl es ja Themen genug gegeben hätte: der Hauskauf und Umzug wurden da nur rudimentär gewürdigt, auch der erste Sommer und nun das erste Weihnachten kamen zu kurz…

Ich verspreche nicht, dass es anders wird. Aber vermutlich wird es ein wenig bebilderter (was für ne Steigerung…). Ich bin im Besitz einer “vernünftigen” Kamera. Teile ich mir zwar mit meinem Sohn, aber das klappt bestimmt. Während er schon eine erste Serie beim Skispringen in Oberstdorf gemacht hat, versuche ich mich an Kerzen, Feuerwerk und Kindern. Hier dann mal ein paar Ergebnisse!

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Die Schlüssel

Vor zwei Monaten habe ich geschrieben, dass wir ein Haus gekauft haben. Mittlerweile ist viel passiert:

Ich kennen jetzt einen netten Immobilienfinanzierer und habe beim Notar ganz neue Deutsch-Begriffe gelernt und war nicht wenig überrascht, dass er meinen Blog gelesen hat (hat wohl mal nach mir gegoogelt).

Wir haben aber auch sehr faire Vorbesitzer erlebt, alle Absprachen und Übergaben waren total unkompliziert.

Unser Konto hat zwischenzeitlich Höhenflüge bekommen, aber keine Sorge, das legt sich jetzt wieder.

Seit heute haben wir nun Schlüssel. Das war ein besonderes Gefühl, den Zugang jetzt wirklich in der Hand zu halten. Nun beginnt die Arbeit, erste Kisten sind schon gepackt, der Keller schon geräumt und bei IKEA werden wir persönlich begrüßt.

Demnächst gibt es auch Bilder von Alt und Neu. Es gibt noch viel zu sehen und zu erzählen.

Kein Aprilscherz

Das sind alles keine Scherze:
In Nordkorea wird der Krieg erklärt. Auf Zypern werden Sparkonten geplündert. In Rom wird Prunk abgebaut. Schnee in Europa und Nordamerika, das Klima verändert uns.
Das Leben ist immer noch überraschender und unberechenbar, als wir das erdenken können. Hoffentlich wird aus den schlechten Scherzen kein böser Ernst.

Unser Haus

Wir haben ein Haus gekauft. Das muss ich erst zwei Mal lesen, bis ich es selbst so richtig glaube. Also nochmal:

Wir haben ein Haus gekauft.
Keine Villa am Stadtrand, keine Finca auf Mallorca, nix mit Schickschnakc oder so.
Ein ehemaliges Zechenhaus im Stadtteil ist es geworden, Reihenhaus, Mitte.
Aber mit viel Herz und bisschen Geschichte und toll ausgestattet.
Ein Haus zum leben eben.
Garten und Keller inklusive. Aus baulicher Sicht unspekatkulär, aber für uns die Sensation. Seit drei Jahren suchen wir hier um. Immer auf der Flucht vor Mietsituationen, die wir so nicht haben wollten. Dabei haben wir sehr interessane Objekte gesehen: “für den ambitionierten Bastler” (heißt: Entkernen notwendig), “Zustand wie Baujahr” (heißt: Bleirohre und Bakelit-Sicherungen), “verkehrsgünstig gelegen” (heißt: in der Einflugschneise).

Jetzt hat es also geklappt. Finanzierung ist geklärt und dem Auszug und Einzug steht nichts mehr im Wege. Ich hasse ja Umzüge, ist gefühlt der zehnte… Und gezählt kaum weniger. Ich werde wohl in Zukunft öfters davon erzählen, denn:

Wir haben ein Haus gekauft.

Bilderflut

Es ist ja in Zeiten von Digitalkameras eher so, dass es nicht zu wenig Bildern von uns gibt. Allzeit verfügbare Geräte sorgen für Bilder in allen Lagen: mit Kinder, im Urlaub, einfach so, tagtäglich.

Das ist bei uns sicher auch nicht sehr viel anders. Bis jetzt. Denn bei einem Datentransfer sind Fotos von der Sicherungsfestplatte verschwunden – die letzten fünf Jahre sind damit hin. Nix zu machen. Weg.

Geburt, Einschulung, Familienfeiern und Urlaube. Bis auf ein paar wenige, die woanders lagerten, sind die Bilder weg. Wie ärgerlich, wie doof. Der erste und der zweite Schreck waren riesengroß.

Mittlerweile haben Familienmitglieder wieder geholfen, einiges zusammen zu tragen. Aber die Bilder, die mir echt fehlen, hab ich vor Augen. Und hätte sie auch gerne auf dem Schirm. Oder ausgedruckt.

Mittlerweile haben wir uns abgefunden mit einer lückenhaften Lebensdokumentation. Jetzt sichern wir besser und: machen bewusster Fotos. Vielleicht nicht weniger. Aber immer mit der Gewißheit, dass nicht das Foto das wichtige ist, sondern der Moment, in dem es gemacht wurde. Klick.

Saisonal bedingter Blog

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Ein besonderes Geschenk

Heute hab ich etwas geschenkt bekommen. Das hätte ich alter Zivi vor 25 Jahren nicht angenommen. Hätte es, wenn überhaupt, nur widerwillig in die Hand genommen. Heute hat es mich wirklich gefreut.

Ein Liederbuch habe ich bekommen. Hab ich ja schon viele, aber das hier noch nicht. Eine liebe Kollegin hat es mir geschenkt. Ein Liederbuch der Militärseelsorge. Ich bin nächste Woche bei ihr zu Besuch (in der Kaserne, da arbeitet sie als Pfarrerin). Sie hat mich gebeten, ein paar Lieder mit der Gitarre zu begleiten und schenkte mir dafür das Buch.

Meine “Alles wo Bundeswehr drauf steht, ist böse”-Phase ist vorbei, das habe ich spätestens heute gemerkt. Natürlich bleibe ich Kriegsdienstverweigerer, mein Leben lang. Auch bleibt eine große Skepsis gegenüber jeder militärischen Handlung, jedem Gewehr, jeder Marschmusik. Aber ich freue mich auf die Begegnung mit Soldaten. Mit den Menschen, die diesen Beruf ausüben. Und ich freue mich, mit Ihnen nicht gemeinsam Schießübungen zu machen, sondern aus ihrem Liederbuch zu singen.

Danke für das Geschenk!

Alles neu macht der Januar

Auf dem Weg zum Parkplatz des schwedischen Schrauberparadieses, gab es den ersten Schreck. Der Dialog “Schatz, in den zwei Tagen deines Urlaubes könnten wir doch das XXzimmer renovieren” (wobei XX wahlweise mit Schlaf, Bade, Wohn oder Kinder oder anderen Möglichkeiten ersetzt werden kann) war wohl Teil der Frühstücksunterhaltung eines Viertels der Bevölkerung des östlichen Ruhrgebietes. Wir wussten aber genau was wir wollten. Meine Frau wusste genau, was sie wollte. Das Schlafzimmer war dran. Ideen hatten wir vorher schon gesammelt. Fein säuberlich aufgeschrieben, so dass wir heute nur noch abholen mussten. Da der Zettel nicht mehr zu finden war, doch noch mal durch alle Gänge laufen. Laufen ist hier nur der Hinweis auf die Fortbewegungsart, nicht die Geschwindigkeit. Neuerdings gibt es übrigens eine Einpackhilfe, ein freudnlicher Mensch, der hilft, die schweren Kisten (davon hatten wir 5 und 5 kleine) im Auto zu verstauen. Sehr gute Erfindung vom Herr Kamprad.
Und zu Hause haben wir auch so einen, heißt Thorsten und ist der Nachbar. Dankeschön!

Jetzt ist das Zimmer hübsch, eigentlich bin ich Fan des Möbelhauses, auch wenn jetzt die Hand vom Schrauben wehtut. Foto? Kommt!